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Demenzgruppen

Niederschwellige Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz



Demenz ist ein in Deutschland immer stärker auftretendes Krankheitsbild, das einher geht mit Identitäts- und Realitätsverlust, und in der Folge häufig mit gesell-schaftlicher Isolation. Die Betroffenen leiden  unter Vergesslichkeit bis hin zur völligen räumlichen und zeitlichen Desorientierung, verbunden mit Depressionen, Aggressivität und kompletter Hilflosigkeit. Angehörige sind in dieser Situation häufig überfordert und fühlen sich alleingelassen.



Um die Lebenssituation demenzkranker Menschen und ihrer Angehöriger zu erleichtern, bietet das DRK entsprechende Betreuungsgruppen an. Insgesamt soll eine Verbesserung der Lebensqualität aller Beteiligten erzielt werden – für die Angehörigen insbesondere eine konkrete Hilfe zur Alltagsbewältigung, da gerade sie häufig sehr schnell an physische und psychische Leistungsgrenzen kommen.



Niedrigschwellige Betreuungsangebote im Sinne des § 45c Abs. 3 SGB XI (Pflegeversicherungsgesetz) sind Betreuungsangebote, in denen ehrenamtliche HelferInnen unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung in Gruppen  übernehmen, um pflegende Angehörige zu entlasten und zu unterstützen.



Sie werden von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen durchgeführt, die in einer  
Basisschulung auf ihre Aufgabe vorbereitet werden und kontinuierlich an fachspezifischen Fortbildungen und Supervision teilnehmen. 

In den wöchentlichen Treffs verläuft alles nach festen Ritualen: Begrüßungsritual, Kaffeetrinken, Beschäftigung, Abschlussritual. Die Inhalte sind an den individuellen Interessen und Fähigkeiten  der Teilnehmer orientiert.



Die Betreuungsgruppen sind für alle offen. Die Teilnahme kostet pro Besucher und Treffen 10 Euro. Demenzkranke Menschen, die eine Pflegestufe haben und als Person mit erhöhtem allgemeinen Betreuungsaufwand anerkannt sind, können diese Aufwendung auf Antrag von der Pflegekasse bis zu 460 € im Jahr erstattet bekommen.



Weitergehende Beratung und Begleitung erhalten demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen in der AWO Beratungsstelle für pflegende Angehörige bei Frau Rita Erlemann, Diplom-Psychologin, Telefon 0431/77570-44.



Niederschwellige Betreuungsangebote des DRK: